WordPress: Mehrere Administratoren per Mail benachrichtigen lassen

Eine der Stärken von WordPress ist sicherlich die Möglichkeit, zahlreiche Administrations- und Konfigurationseinstellungen beinahe selbsterklärend im Backend (Dashboard) vorzufinden. Das recht aufgeräumte Design des Dashboards und dessen Übersichtlichkeit beschränken jedoch die Anzahl der Einstellungsoptionen, zumal diese in vielen Fällen noch mit einer kurzen Erklärung versehen sind. So sind es gerade die nicht allzu alltäglichen Szenarien und Konfigurationswünsche, die sich nicht per Klick, Häkchen oder Textfeld im Dashboard realisieren lassen, sondern etwas tieferes Vordringen in das zugrundeliegende System erfordern.
Obwohl für unzählige solcher Konfigurationen wiederum Plugins zur Verfügung stehen, die das Backend um die jeweilige Option erweitern, ist deren Einsatz oftmals nicht erwünscht. Es sollte beispielsweise abgewägt werden, ob der Zugewinn an Konfigurationskomfort den mit einem weiteren Plugin einhergehenden erhöhten Wartungsaufwand sowie potentielle Konflikte rechtfertigen. Gerade bei selten zu ändernden Einstellungen ist es oftmals sinnvoller, diese händisch in der Datenbank oder im Quellcode vorzunehmen.

Einer dieser Fälle ist eine scheinbar banale und sicherlich nicht wirklich selten vorkommende Anforderung: Von WordPress initiierte Nachrichten bzw. Benachrichtigungsmails sollen nicht nur dem einen, im Backend mit der Mailadresse definierten Administrator der Seite zugesandt werden, sondern auch weiteren Personen.

wp-backend-mailadresse

Admin-Mailadresse im Backend

Dieses Feld unter Einstellungen > Allgemein lässt lediglich die Eingabe einer einzigen Mailadresse zu, und ohne Plugin gibt es keine Möglichkeit, einen weiteren Administrator bzw. Empfänger der Benachrichtigungsmails zu definieren. Je nach Dringlichkeit kann aber genau dies erwünscht sein, etwa wenn neue User nach ihrer Registrierung auf Freischaltung warten, die möglichst schnell erfolgen soll, weshalb mehrere berechtigte Personen über die neue Anmeldung informiert werden sollen.

Die Lösung ist allerdings so einfach wie banal, wenn auch nicht ganz so komfortabel vorzunehmen. Hierfür muss die Datenbank manuell bearbeitet werden, was Zugang beispielsweise via phpMyAdmin voraussetzt. Hier wird innerhalb der WordPress-Datenbank zur Tabelle „wp_options“ gewechselt und dort die Option „admin-email“ gesucht. Es fällt bereits auf, dass hier jene Adresse hinterlegt wird, die im oben genannten Feld im Dashboard festgelegt wird.

phpmyadmin-admin-mailadresse

wp_options in phpMyAdmin

Dieser Wert muss nun bearbeitet werden: Im Feld „option_value“ werden schlicht hinter die bereits vorhandene Mailadresse per Komma getrennt sämtliche anderen Adressen eingegeben, die parallel benachrichtigt werden sollen.

wp_options admin mail

option_value für admin_email anpassen

Sobald die Änderung gespeichert wurde, ist diese aktiv. Es lässt sich ausserdem beobachten, dass durch die Änderung in der Datenbank auch der Wert im Dashboard verändert hat. Anstatt der bisherigen Admin-Adresse stehen die zusätzlich via Datenbank hinzugefügten Adressen ebenfalls in diesem Feld. Der naheliegende Schluss, man hätte diese auch direkt, durch Kommas separiert, in dieses Feld schreiben und sich damit den Umweg über die Datenbank ersparen können, ist leider falsch. Gibt man mehrere Adressen in das Feld ein, zeigt sich bereits nach dem Speichern der Änderungen das Problem:

wp wrong format mail

falsch: Eingabe mehrere Adressen direkt im Backend, da dies…

wp mail format

…einen ungültigen Wert zur Folge hat.

 

Die Eingabe wird – egal ob durch Kommas oder Semikolons getrennt – nicht als mehrere Mailadressen erkannt und der somit entstandene unbrauchbare Wert als solcher in die Datenbank geschrieben.

wp_options format mail

Die nicht funktionierende Eingabe aus dem Backend wird 1:1 – und somit nicht nutzbar – in die Datenbank geschrieben.

Somit bleibt nur der Weg über die Anpassung direkt in der Datenbank. Allerdings sollte dies kein allzu grosses Problem darstellen, zumal eine solche Anpassung vermutlich nicht regelmässig und in kurzen Abständen vorgenommen werden muss. Wenn doch, gibt es freilich auch hierfür verschiedene Plugins, die dies vereinfachen und oftmals noch weitere Optionen bieten.

 

Kennen Sie einen weiteren Workaround für dieses Szenario, oder stellt sich Ihnen ein vergleichbares Problem? Zögern Sie nicht, mit uns in Kontakt zu treten!

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