DNS-Konfiguration: Nameserver überprüfen

Domains und Inhalte eines Webauftritts bei einem Hoster zu bündeln, ist sicherlich für die meisten privaten Websitebetreiber selbstverständlich und wird auch von vielen Firmen für deren Websites so gehandhabt, wenn keine eigenen Server zum Einsatz kommen. Dabei liegt es meist nahe, auch auf die Name- und oft auch die Mailserver des Hosters zu setzen.
Allerdings gibt es zahlreiche Fälle, in denen genau dies aus verschiedenen Gründen nicht gewollt oder umsetzbar ist. Denkbar ist zudem die Situation, dass es sich bei einem Webauftritt um ein über die Zeit gewachsenes Konstrukt handelt, in dessen Entstehungsgeschichte verschiedene Ansätze und Lösungen kombiniert wurden und es dadurch zu einer Aufteilung der Zuständigkeiten kam.

Mit genau solch einem Fall waren wir zuletzt beschäftigt. Ein Kunde wandte sich an uns, dessen Website-Setting gleich mehrere Anbieter umfasste: Die Inhalte lagen auf einem Server bei Hoster A, die Domain war bei Hoster B registriert, Name- & Mailserver lagen in der Verantwortlichkeit von Hoster C. Das Anliegen war nun, in einem ersten Schritt bis auf die Mailserver sämtliche Aspekte der Website bei Hoster A zu vereinen.

Der Domaintransfer war dabei völlig unproblematisch. Auch für die Umstellung der Nameserver und die Konfiguration von Mailservern, SPF-Records und dergleichen stellen viele Hoster heute durchdachte und gut zu bedienende Konfigurationstools zur Verfügung. Gerade diese Einstellungen sind es jedoch, mit denen man eine funktionierende Website sehr schnell in eine unerreichbare „Ecke“ des Internets verbannen und Mails zumindest temporär ins digitale Nirwana schicken kann. Umso wichtiger ist es, neue Konfigurationen ausgiebig zu testen, um unerwünschte Effekte auszuschliessen.

Mit Mailservern und gewissen Konfigurationen hatten wir uns bereits im Herbst ausführlicher auseinandergesetzt – in einem Thema des Monats zu Problemen mit dem E-Mail-Empfang sowie einem Blogbeitrag zum Einrichten von SPF-Records.

Nun wollen wir jedoch einen Blick auf die Nameserver und deren „Umzug“ werfen. Das Umschalten über die Webkonsole des Hosters ist in der Regel recht einfach: Meist wird in „DNS-Settings“ oder ähnlich betitelten Bereichen lediglich nameserver-alt-1.hosterX.ch sowie nameserver-alt-2.hosterX.ch durch ns-neu-1.hosterY.ch und ns-neu-2.hosterY.ch ersetzt.
Ist die Seite danach noch aufrufbar, ist das freilich ein gutes Zeichen. Es bedeutet allerdings nicht, dass dies a.) lange so bleibt und b.) für alle Nutzer gleichermassen gilt. Denn es kann einige Zeit dauern, bis der Eintrag verarbeitet und flächendeckend übernommen wurde.

Um diese Einstellungen zu testen, bieten sich verschiedene Tools an. Das einfachste ist sicherlich, die Domain über das Kommandozeilenprogramm nslookup zu überprüfen, wobei der Parameter -q=any sinnvoll sein kann, wie unsere Domain k-webs.ch bei der Nutzung von CloudFlare zeigt: 

Das Ergebnis kann sich freilich auch leicht anders präsentieren, wie man am Domaincheck des Basler Hosters cyon sieht: 

Das bereits vorgestellte Pingdom bietet hierfür eine kostenfrei nutzbare Lösung an, die einen strukturierten und sehr ausführlichen Überblick über die Settings einer Domain liefert:

 

 

 

 

 

 

 

 

Einen ähnlichen Service bietet auch www.dnsinspect.com an, das zudem vor eventuellen Fehlkonfigurationen warnt – Warnungen indes, die nicht zwangsläufig auch „falsch“ sein müssen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Von besonderer Nützlichkeit nach der Umstellung Ihrer Nameserver oder anderer DNS-Einstellungen sind jedoch die sogenannten DNS Propagation Checker, die aus verschiedenen Teilen der Welt Anfragen durchführen und die Ergebnisse übersichtlich aufzeigen:

www.nslookuptool.com

www.nslookuptool.com

 

www.whatsmydns.net

www.whatsmydns.net

Nur ein paar wenige Anbieter, die ähnliche Online-checks anbieten: mxtoolbox.comdnschecker.org & www.dnsstuff.com

Zu guter Letzt: Wenn Sie die Erreichbarkeit Ihrer Website im Auge behalten und schnell informiert werden wollen, wenn diese nicht erreichbar sein sollte, haben wir ein paar Tipps für Sie in unserem Thema des Monats Juni 2017.
Haben wir Ihr Interesse geweckt, freuen wir uns, wenn Sie Kontakt mit uns aufnehmen!

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